10 richtig gute Öko-Ideen

Es gibt unheimlich viele grüne Erfindungen, die es zu loben gilt. Wir haben euch eine bunte Mischung zusammengestellt. Vom fairen Edelstein über das Bambusrad bis hin zum fast wasserfreien Waschen findet man hier einiges. Lasst Euch überraschen…

10 richtig gute Öko-Ideen

Tolle Erfindungen, die das Leben besser machen

1. Bamboo Bike

Das Bamboo Bike in Aktion (c) www.bamboobike.orgFür Menschen weltweit ist es wichtig, möglichst mobil zu sein. In Afrika, wo sich viele Menschen weder Auto noch Motorrad leisten können und wo auf teuere, öffentliche Transportmittel häufig kein Verlass ist, wurde 2007 das Bamboo Bike Project ins Leben gerufen. Aus preiswertem, stabilem und nachwachsenden Bambus produzieren Einheimische Fahrräder für Einheimische. So kann z.B. ein Arzt auf dem Land fünfmal mehr Patienten behandeln als zuvor, da er lange Wege einfach und schnell abradelt.

2. (Fast) ohne Wasser waschen

Die Xeros-Waschmaschine kommt beinahe ohne Wasser ausBis zu 90% weniger Wasser verbraucht die Waschmaschine Xeros, die das Produkt 30-jähriger Forschungsarbeit an der University of Leeds ist. Die Maschine mit dem unglaublich geringen Wasserverbrauch schafft es immer noch, alle Flecken zu entfernen. Nach der Wäsche sind die Klamotten sogar fast trocken, was auch die Energie zum Betrieb eines Trockners spart. Das Geheimnis sind spezielle, wiederverwertbare Nylonkügelchen, die der Wäsche hinzugegeben werden. Zusammen mit einem ausgeklügelten System wäscht der Zauberkasten wasserarm rein. Noch ist die Maschine in der Testphase, aber der Weg auf den Markt ist nicht mehr lang.

3. Richtig faire Schokolade

Im Jahr 2006 trafen sich ein deutscher Umweltaktivist, ein niederländischer Fair Traide Pionier und ein amerikanischer Bio-Vermarkter und Original Beans war geboren. Original Beans produziert hochwertige Schokolade, die einen direkten und positiven Einfluss auf das Bauernleben in den Produzentenländern hat. Für jede Tafel Schokolade, die aus sehr seltenem Kakao hergestellt wird, wird ein neuer Baum gepflanzt. Die Schokolade selbst ist bio und fair, die Verpackung FSC und recyclet und mit Tinte auf Gemüsebasis bedruckt. Ökoabschlussnote: 1+

 4. Fair gehandelte Mineralien und Edelsteine

Aqua Rose, fair gehandelter Anhänger (c) www.oronda.deDer gemeinnützige Verein „Fair Trade Minerals & Gems e.V.“ hat sich die Förderung von humanitären, sozialen und umweltfreundlichen Projekten im Mineralien- und Edelsteinhandel weltweit zur Aufgabe gemacht. Wer schon einmal Minenarbeiter in Ghana bei der Arbeit gesehen hat, weiß was für eine physische und psychische Belastung die Arbeiter durchmachen. Umso wichtiger ist es, dass sie entsprechend entlohnt und unterstützt werden. Wir sind gegen Ausbeutung und für faires Funkeln! So zu finden z.B. unter www.oronda.de – wie dieser tolle Anhänger “Aqua Rose”…

5. Einen Baum verschenken

BirkenbaumDeutschland war einst bedeckt von wunderschönem Urwald. Nur kleinste Restbestände erinnern heute noch daran. Wer sich ein wenig wildes Grün in die Heimat zurück wünscht, kann das mit einem Geschenk unterstützen. Einfach z.B. über Triversion.de ein entsprechendes Zertifikat erwerben und an Freunde, Familie oder Geschäftspartner verschenken. Der Verein Triversion übernimmt dann Pflanzung und Pflege und forstet so deutsche Gebiete wieder auf. Aktuell laufen Projekte in Bayern, im Schwarzwald und auf der Nordseeinsel Amrum. Unser gemeinschaftlicher Vorteil: Jeder Baum bindet nicht nur CO2 und verströmt Sauerstoff, sondern ist auch wichtig für die Renaturierung und den Schutz gefährdeter Ökosysteme.

6. Eierkarton Delüx

Eierkarton DelüxGibt’s in pink und in blau und hat was von einer stylischen kleinen Handtasche: dieser hübsche und wiederverwertbare Eierkarton, der jede Menge Pappmüll einspart. Die Idee: Wie damals bei Muddern soll es sein, als man noch mit eigenem Karton zum Bauern ging, um dort frische Eier zu holen. Auch viele Bioläden bieten ihre Eier lose an. Dieser hübsche Karton ist auf snw-deluex.de zu haben. Natürlich kann man sich seinen Eierkarton auch selbst daheim zusammenstellen – wie wäre es mit einer Fotocollage oder einem tollen selbstgemalten Design? Hauptsache wiederverwerten!

7. Klimateller

An den Mensen der Unis und Fachhochschulen der Hansestadt Hamburg wird nun einmal wöchentlich, nämlich jeden Mittwoch, der Klimateller aufgetischt. Alle servierten Gerichte sind durchweg klimafreundlich, sprich verzichten vor allem auf rotes Fleisch und fetthaltigen Käse (für den wird besonders viel Milch gebraucht). Das spart CO2 und ist auch ein gutes Konzept für daheim. Für Inspiration gerne mal in unseren Rezepten surfen…

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8. Bio-Lieferservice

Gestresste Langzeit-Bürohocker, die immer erst nach Ladenschluss Feierabend haben und Omis, die nicht mehr gar so oft die Wohnung verlassen wollen, haben etwas gemeinsam: Der Bio-Lieferservice ist wie für sie gemacht. Frische und gesunde Lebensmittel werden direkt vom Bauernhof nach Hause geliefert. Vom Apfel bis zum Schokocroissant kann man alles, ganz ohne Supermarkt, bis vor die Haustür geliefert bekommen. Die Liefergebühr überschreitet nur selten 4 € und entfällt in der Regel bereits bei einer geringen Bestellmenge. Der eine oder andere Betrieb liefert sogar deutschlandweit. Die meisten kleinen Betriebe beschränken sich aber auf die Region – einfach mal den lokalen Anbieter auf Ecosia suchen…

 9. Bodypowered Dancefloor

organic-disco-sustainable-dance-floorEin durchschnittlicher Nachtclub verbraucht bei wöchentlich drei aktiven Nächten 150 mal so viel Energie wie ein vier-Personen-Haushalt. Um diesem hohen Energieverbrauch entgegenzugehen, wurde in den Niederlanden im Juni 2005 der Bodypowered Dancefloor eingeführt. Spezielle Platten unter der Tanzfläche wandeln die durchs Tanzen freigesetzte Energie in Elektrizität um, mit der Bar und Partybeleuchtung mit Energie versorgt werden. Alles läuft unter dem simplen Slogan: „People. Planet. Party.“. Die gewonnene Energie gleicht den Stromverbrauch des Clubs zwar keinesfalls aus, dennoch hat sie einen Effekt, denn auf diese Weise wird Jugendlichen effizient vermittelt, wie ästhetisch, einfach und angenehm Umweltschutz sein kann. Testen kann man das Konzept z.B. bei der Organic Disco in Darmstadt.

 10. Solarbetriebenes Handy

 

 

Junger Mann mit HandyDie Displays moderner Smartphones sind echte Energieschlucker, weshalb manch ein Handybesitzer täglich sein Mobiltelefon aufladen muss. Am Fraunhofer Institut wird zur Zeit am Einbau von Solarzellen in Handys getüftelt. Erste Ergebnisse gibt es bereits. Wenn das Handy täglich auch nur zwei Stunden mehr oder weniger Sonnenlicht ausgesetzt ist, ist es für den dauerhaften Einsatz gerüstet. 

SH, Fotos: Bambusrad © www.bamboobike.org, Wäsche © momanuma – Fotolia.com, Schokolade © www.originalbeans.com, Fairer Anhänger © www.oronda.de, Baum © Elenathewise – Fotolia.com, Eierkarton © www.snw-deluex.de, Gemüsekiste © Han van Vonno – Fotolia.com, Bodypowered Dancefloor © organic disco / quäntchen + glück, Handy © Benicce, Fotolia.com

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