Die WeeYoo-Winterhilfsaktion – Spenden für Obdachlose verteilt
Es war kalt, es war nass, aber wir WeeYooler waren selten so glücklich. Denn die Freude, die uns entgegenstrahlte, als wir Eure Spenden an die Obdachlosen Hamburgs verteilt haben, war groß. 50 wetterfeste Schlafsäcke, finanziert von den Einnahmen unserer Benefiz-Party und einigen Direktspenden, sowie 10 große Kisten voller mollig-warmer Winterkleidung sind dort angekommen, wo sie am meisten benötigt werden…
Die WeeYoo-Winterhilfsaktion
Spenden für Obdachlose verteilt
Es war kalt, es war nass, aber wir WeeYooler waren selten so glücklich. Denn die Freude, die uns entgegenstrahlte, als wir Eure Spenden an die Obdachlosen Hamburgs verteilt haben, war groß. 50 wetterfeste Schlafsäcke, finanziert von den Einnahmen der Benefiz-Party und einigen Direktspenden, sowie 10 große Kisten voller mollig-warmer Winterkleidung sind dort angekommen, wo sie am meisten benötigt werden. Ob an der Kersten-Miles-Brücke, der Kennedy-Brücke, der Roten Flora – die Reaktion war stets: “Das können wir hier wirklich gut gebrauchen. Im Ernst. Danke.”
Was uns beeindruckt hat: Niemand nahm mehr, als er wirklich brauchte. So sagte z.B. Krümel (22, seit ihrem 11. Lebensjahr auf der Straße, schläft unter der Kersten-Miles-Brücke): “Das sind wirklich schöne Schals. Aber ich brauche keinen, ich habe ja schon einen.”
Auch bei Tagestreffs für Obdach- und Wohnungslose haben wir einige Spenden gelassen. Denn dort werden sie an Bedürftige ausgegeben bzw. von Sozialarbeitern auf der Straße verteilt – z.B. via dem Mitternachtsbus der Diakonie, der Abend für Abend dafür sorgt, dass die Menschen draußen nicht erfrieren. Hier kannst Du sehen, wie wir mit dem Kangoo Z.E. (Zero Emission), den die Renault Retail Group Deutschland GmbH in Nedderfeld freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, durch Hamburg gedüst sind und Eure Spenden verteilt haben:
Ein sozialer Hafen in Hamburg
Das CaFée mit Herz
Einige Spenden haben wir zum CaFée mit Herz gebracht. Auf dem Gelände des ehemaligen Hafenkrankenhauses in Hamburg St. Pauli stellt es einen sozialen Hafen für Menschen dar, die am Rande der Gesellschaft leben (müssen). WeeYoo-Redakteurin Rieke Leemhuis hat die Einrichtung besucht und mit der Sozialarbeiterin Luisa Salewski gesprochen. Eine der Kernfragen: Wie kommen Menschen überhaupt in so eine Situation?
Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, brauchen einen sicheren, sozialen Hafen. Das CaFée mit Herz ist ein solcher Ort, an dem man sich um Menschen in Krisenzeiten bemüht und sorgt, ohne den Hilfesuchenden mit erhobenem Zeigefinger die Schuld an der Situation zuzuweisen. Viele der Hilfesuchenden kommen aus dem direkten Wohnumfeld in Hamburg St. Pauli. Bedürftige werden aktiv unterstützt zum Beispiel bei Behördenangelegenheiten, der Gesundheitsvorsorge, in persönlichen Krisensituationen oder durch die Ausgaben von Kleidern in der CaFée-eigenen Kleiderkammer. In der Küche werden täglich Speisen für bis zu 300 Personen zubereitet. Die Besucher können im CaFée mit Herz außerdem waschen und duschen.
Aber es geht um mehr als „satt und sauber“ werden: Die Atmosphäre ist freundschaftlich und herzlich, es gibt eine Theatergruppe und einen Chor, der bereits in der Hamburger Laeizhalle unter der Schirmherrschaft von Helmut Schmidt sang. Das gemeinsame Üben und die öffentlichen Auftritte bringen Anerkennung und Selbstwertgefühl. Außerdem geht es darum, Spaß zu haben und etwas positives zu erleben. In einem Schrebergarten wird eigenes Gemüse angebaut: Hier darf gebuddelt, gepflanzt und geerntet werden.
Jedes Jahr wird eine große Aktion umgesetzt. Im letzten Jahr wurde zum Beispiel ein Fussballtunier mit professionellem Training organisiert. In diesem Jahr fand eine Fahrradreise unter dem Motto “Armut fließt von Land zu Land“ vom Bodensee nach Hamburg statt. Monatelanges Training ging der Fahrt voraus. Die Besucher des CaFées mit Herz werden dabei unterstützt, etwas auf die Beine zu stellen, um die Erfahrung möglich zu machen: Ihr könnt was und ihr bekommt Anerkennung, Applaus und Wertschätzung!
Man merkt: Das CaFée mit Herz ist keine „funktionale Armenspeisung“ sondern ein Ort, an dem Hilfe zur Selbsthilfe gelebt und umgesetzt wird und an dem Menschen, die aus dem gesellschaftlichen Netz gefallen sind, den Glauben an die Zukunft, ihren Selbstwert und ihre Leistungsfähigkeit wiederfinden sollen und können.
Weiter geht’s!
Auf Seite 2: Interview mit Sozialarbeiterin Luisa Salewski: “50 Prozent der Menschen die hier sitzen, sind Akademiker”











2 Kommentare zu Die WeeYoo-Winterhilfsaktion – Spenden für Obdachlose verteilt
Hallo,
ich finde das CaFée auch total super, ganz tolle Arbeit leisten die da.
Im letzten Winter habe ich auch dicke Winterjacken gespendet. Dieses Jahr habe ich einige Sachen, die man drunter anziehen kann bereit gestellt und werde die spenden, vielleicht bringe ich sie dieses mal ins CaFée.
Ganz liebe Grüße
Nidi
WOW!! Das klingt ja super eine wirklich tolle Aktion! Ich bin wirklich begeistert, denn der Artikel beleuchtet das Obdachlosendasein, noch mal von einer ganz anderen Seite!