Laktose-Intoleranz:
Bauchschmerzen durch Milchzucker
Grummelt der Bauch gleich nach dem Milchkaffee? Löst eine Schüssel Cornflakes mit Milch Blähungen oder Durchfall aus? Dann könnte eine Laktose-Intoleranz vorliegen. Betroffene vertragen keinen Milchzucker – und das ist gar nicht selten. Denn nicht alle Menschen verfügen über das Enzym, das benötigt wird, um Laktose in seine Bestandteile Glukose und Galaktose aufzuspalten. Doch erst dann kann er vom Dünndarm überhaupt aufgenommen werden. Dieses Enzym, die Laktase, kann man im Reformhaus kaufen und vor den Mahlzeiten zu sich nehmen. Betroffenen steht jedoch mittlerweile eine Vielzahl laktosefreier Produkte zur Verfügung. Weil diese jedoch in der Regel etwas teurer sind, als die Originale, passen viele lieber gleich ihre Rezeptauswahl an. Besonders geeignet sind zum Beispiel asiatische Rezepte. Denn in Asien, genau wie in Afrika, ist die Laktose-Intoleranz normal. Das Laktase-Gen ist hier in der Bevölkerung kaum vertreten. Deshalb kochen die Menschen dort fast grundsätzlich ohne Milchprodukte.
Ursache für die Beschwerden
Weitere Symptome: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Akne
Doch nicht immer sind die Symptome so offensichtlich. Es gibt auch eine relative Laktose-Intoleranz. Das heißt, dass manche Menschen eine kleine Menge Milchzucker vertragen. Erst bei größeren Mengen fangen die Probleme an. Wenn es langsam zu viel wird, reagieren sie mit Kopfschmerzen, Müdigkeit oder auch Akne. Wer häufiger mit diesen Symptomen zu kämpfen hat, sollte probeweise einige Tage lang vollkommen auf Milchprodukte verzichten und auf seinen Wohlbefinden achten. Recht gute Klarheit liefert dann der Test: Nach einigen Tagen Milch-Abstinenz ein Glas davon trinken. Treten Symptome auf, kann man auch noch die ärztliche Bestätigung holen – mit einem einfachen Atemtest, dem sogenannten H2-Test.


