Facebook ade? Soziale Netzwerke auf dem Vormarsch
Facebook ist das größte, aber bei weitem nicht das einzige soziale Netzwerk. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer digitaler Orte, an denen man sich treffen, austauschen und engagieren kann. WeeYoo stellt die wichtigsten Konzepte vor.
Facebook ade? Soziale Netzwerke auf dem Vormarsch
Teil 1

Soziale Netzwerke
Facebook ist das größte, aber bei weitem nicht das einzige soziale Netzwerk. Es gibt noch eine ganze Reihe anderer digitaler Orte, an denen man sich treffen, austauschen und engagieren kann. WeeYoo stellt die wichtigsten Konzepte vor.
Über 900 Millionen Nutzer teilen ihr Leben via Statusmeldung, tauschen Fotos, Videos, Texte, Meldungen aus der Presse, große Ideen, aber auch Banales aus. Keine Frage, Facebook ist der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken. Doch daneben existieren jede Menge anderer Netzwerke.
Und nicht alle sind so hungrig auf Daten. Wir haben uns mal die Alternativen angesehen. Und manche davon hören sich ganz vielversprechend an.
Diaspora – das freie Netz

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Inspiriert von einer Rede ihres Jura-Professors über zentral organisierte Netzwerke (an denen er wohl kein gutes Haar ließ) machten sich vier Studenten der Columbia Law School daran, ein dezentrale Netzwerk Diaspora ins Leben zu rufen… Das ganze Projekt wird über die „Crowd Funding“-Plattform Kickstarter. Nach längerer Entwicklungszeit bekommt es nun immer mehr Kontur. Die Macher setzen vor allem beim hohen Datenschutz auf einen eigenen Weg. Denn hier soll der User die Kontrolle über seine Daten behalten.
Google+ – will den Kampf der Kolosse

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Was Facebook für das soziale Leben im Internet, dass ist Google für die Web-Suche. 1,2 Milliarden Suchanfragen täglich, da kommt ganz schön was zusammen. Doch Google will mehr. Seit einiger Zeit streckt das Unternehmen aus Mountain View (Kalifornien, USA) seine Fühler in neue Bereiche aus – so auch in den begehrten Markt der sozialen Netze. Doch seit dem Angriff auf Hauptkonkurrent Facebook, kommt nicht so richtig Leben in die Bude. Das Ganze macht zwar einen guten Eindruck, doch einerseits laufen auch hier alle Nutzerdaten bei einem Unternehmen zusammen.
Andererseits kann das Konzept das breite Publikum nicht davon begeistern, sich bei einem neuen Netzwerk einzurichten. So fehlt es noch immer an der kritischen Masse und man hat noch immer den Eindruck einer Geisterstadt.
foursquare – der Bewegungsmelder

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Einen etwas anderen Ansatz verfolgt foursquare, ein Netzwerk das standortbezogen arbeitet und als App hauptsächlich Mobiltelephone und Smartphones anspricht. Fotos, Kommentare, Bewertungen, das Netzwerk lebt davon, dass man teilt was man gerade tut – und vor allem wo. Eine Art sozialer Bewegungsmelder also. Wer will, kann zudem regionale Angebote günstiger nutzen, in dem er Prämien freischaltet. Die Seite wirkt recht ansprechend und durch den geografischen Bezug bekommt die Idee auch eine reizvolle Seite.
Nur wie bei Facebook und Google fragt man sich bei dem Geo-Location-Tool schon, was mit den Daten geschieht. Man kann zwar – wie bei Facebook auch – mit einigen Handgriffen die persönlichen Daten vor anderen Usern abschirmen, doch natürlich gilt das nicht gegenüber dem Anbieter.
friendica – die eierlegende Wollmichsau

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Das dezentrale soziale Netzwerk friendica, das man auf einem eigenen Server nutzen kann, ist nicht als Insellösung gedacht. Im Gegenteil: Diaspora, Facebook, identi.ca, StatusNet und Twitter lassen sich ohne weiteres einbinden. Man braucht also die Freunde die man in anderen Netzwerken bereits hat nicht aufgeben. Und alles soll so einfach gehen, wie E-Mail schreiben. Es ist vielleicht nicht so chic wie die Großen, dafür extrem datenschutzfreundlich und mit etwas technischem Geschick auch recht schnell installierbar.
Das Projekt ist open source, dass heißt, es besitzt offene Schnittstellen. Hier geht es zum deutschsprachigen Testserver.
buddycloud – eine deutsche Antwort auf Facebook

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Auch der Anbieter buddycloud geht den Weg über individuelle Server; möchte damit jedem Nutzer seine Privatsphäre garantieren. Das Besondere: Die Macher kommen aus Deutschland. Buddycloud teilt Standortdaten, Statusmeldungen, Ziele. Obendrein macht es auf interessante Personen und Orte in der Nähe aufmerksam. Technisch setzt es auf offene Standards und ist auch für Android and iPhone nutzbar.
Lorea – etwas für Spezialisten

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Lorea verfolgt eher einen exzentrisch, experimentellen Ansatz, bei dem es Funktionen aus anderen sozialen Netzwerken mit den Vorzügen der Nachrichten-Dienste wie Twitter verbindet. Hierbei soll es den Usern insbesondere die Autonomie, Freiheit und Kontrolle über die eigenen Daten zurückgeben. Das macht das Projekt umso interessanter – für Menschen, die sich für außergewöhnliche Angebote interessieren, oder in einem Entwicklungsbiotop wie diesem etwas austoben wollen.
socl – das Microsoft-Lernnetzwerk

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Bunter kommt das Equivalent zu Facebook von Microsoft daher. Zunächst nur für amerikanische Studenten steht das Netzwerk nun allen offen – via Facebook- oder Windows Live-Account. Hauptzielgruppe sind wohl Studenten, denn das Angebot lässt sich als gemeinsame Lernplattform nutzen. Obligatorisch können die User Fotos und Texte, aber auch Videos teilen. Doch auch für andere Nutzer könnte es interessant werden, denn Socl bietet einige Innovationen. Eine davon: Wer will, kann die Diskussionen auf der Plattform in Webseiten oder Blogs integrieren.
Dadurch erweitert sich der Rahmen und man ist nicht immer auf das „Gelände“ des hauseigenen sozialen Netzwerkes angewiesen.
Pinterest – das Netz der Bilder

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Hier liegt der Fokus ganz eindeutig auf dem Teilen von Fotos. Das Prinzip ist ganz einfach: Man teilt seine Bilder in entsprechenden Alben auf einer Pinnwand, verschlagwortet sie und stellt sie dann zur Diskussion. Andere Nutzer können sie dann „repinnen“, also weiter teilen und kommentieren. Das Ganze ist ein sehr interessanter Ansatz und lädt zum ausgiebigen Stöbern ein. Voraussetzung für das eigene Engagement ist logischerweiser jedoch, dass man über hinreichend Fotomaterial verfügt.
Und so wundert es nicht, dass der (gefühlt) größte Anteil der Inhalte eher privaten Charakter besitzt und sich wohl an die eigenen Freunde widmet. Doch nach und nach geben auch einige Unternehmen bei Pinterest ihr Stelldichein.
identi.ca – die Twitter-Alternative

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Der Mikro-Blogging-Dienst identi.ca ähnelt sehr dem bekannten Twitter. Auch hier stellt man kurze Texte von bis zu 140 Zeichen ein. Der Unterschied ist jedoch, dass man Gruppen bilden und dann seine Nachrichten an diese gezielt richten kann. Eine auf eigenen Server einsetzbare Software soll den Nutzern größtmögliche Freiheit und Transparenz gewähren. Man sollte den Klon daher im Auge behalten.
SECURE SHARE – Sicherheit durch Verschlüsselung

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Besonders verschlüsselte Protokolle sollen dafür sorgen, dass die Daten der User sicher ausgetauscht werden können – und nicht einsehbar sind. SECURE SHARE will insbesondere Entwicklern einfache Rahmenbedingungen schaffen, die ihnen dabei helfen sollen, soziale Strukturen zu schaffen, bei denen man nicht von einem Anbieter und seinem zentralisierten Dienst abhängig ist.
Dies sind nur ein paar Ansätze die zeigen sollen, dass die Entwicklerszene das Feld nicht einem einzigen Anbieter allein überlassen will. Auffällig ist, dass Themen wir Datensicherheit und Privatsphäre bei diesen Konzepten eine zunehmend bedeutendere Rolle spielen.
Doch es gibt noch weitere interessante Ansätze – gerade, wenn es Teamworking und Engagement im Netz geht. Doch dazu mehr im
zweiten Teil…Hier
SLH, Foto’s: vernetzt © imaginando #37307810 – fotolia.com, diaspora © http://diasporaproject.org, Google+ © https://plus.google.com, fourspuare © https://de.foursquare.com, friendica © http://friendica.com, buddycloud © http://buddycloud.com, lorea © https://n-1.cc/pg/groups/7826/lorea, socl © https://www.so.cl, pinterest © http://pinterest.com, identica © http://identi.ca, secureshare © http://secushare.org/
Facebook ade? Soziale Netzwerke auf dem Vormarsch – Teil 2
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