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Fair Trade verändert die Welt

Fair Trade verändert die Welt

Den Menschen wieder Hoffnung geben

In 30.000 Supermärkten, Fachgeschäften, Bio- und Weltläden gibt es mittlerweile Produkte, die das bekannte Fair Trade-Siegel tragen. Es ist mittlerweile nicht mehr schwer, da draußen fair gehandelte Schokolade oder Kakao zu finden.

Bleiben wir beim Kakao. In bereits 30 Entwicklungsländern wird Kakao unter fairen Bedingungen angebaut. Der Unterhalt von etwa 14 Millionen Menschen wird so gesichert. Bedenkt man, dass in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern, speziell aber in Ghana und der Elfenbeinküste, etwa 90 Prozent der Bauernfamilien von der Kakaoproduktion abhängig sind, wird schnell klar, was für eine wichtige Rolle der weltweite faire Handel hier spielen könnte. Oder spielt er diese Rolle bereits?

Den Wiederaufbau unterstützen

Beispiel Sierra Leone – in diesem Land fand von 1991 bis 2002 der brutalste Bürgerkrieg statt, den Afrika je miterleben musste. Auch hier wurde Kakao angebaut. Nach dem Krieg gab es zerstörte Dörfer, eine verwüstete Landschaft, eine Gesellschaft, die in Trümmern lag und kaum Hoffnung. Auf den verwucherten Feldern war eine ertragreiche und ausreichende Landwirtschaft unmöglich. Mehrere Jahre lang hatte sie niemand mehr betreten. Dann die Chance: Mit der Unterstützung  von u.a. deutschen Hilfsorganisationen wurde den zurückkehrenden Flüchtlingen ein Startpaket für eine neue Existenz gestellt. Mit etwa 350$ Startkapital wurde jedem Bauern die Möglichkeit für einen Neuanfang geschaffen. Nun hilft der Faire Handel, das Land langsam wieder aufzubauen und den Menschen hier wieder eine Perspektive zu geben. Das Netzwerk der Produzenten, dass sich aufgebaut hat, unterstützt seine Mitglieder und warnt z.B. sofort, wenn Händler falsche Informationen über Preise geben oder diese unrechtmäßig drücken wollen.

Schwankungen auf dem Weltmarkt abfedern

GEPA Logotransfair_logoOhne dauerhafte Hilfe ist auf es einem derart instabilen Markt wie dem Kakaohandel leider sehr schwer, auf einen grünen Zweig zu kommen. Äußerst starke Schwankungen lassen den Wert einer Tonne Kakao mal eben auf ein Fünftel fallen. Zur Zeit ist die Nachfrage, ganz besonders in Europa, sehr hoch. Hier kommen der Verein TransFair und das Handelunternehmen GEPA ins Spiel. TransFair erteilt die Erlaubnis, sein Siegel zu benutzen, wenn bestimmte soziale Vorgaben erfüllt werden. Der Verein garantiert so eine unabhängige Kontrolle der Arbeits- und Handelsbedingungen. Die GEPA importiert seit 35 Jahren Rohstoffe und Produkte zu fairen Bedingungen und vermarktet sie hier in Deutschland. Dabei geht es nicht nur um Schokolade, Kaffee und andere Lebensmittel. Auch Schmuck, Taschen, Schals, Geschirr, Körbe und Bälle gehören u.a. zum Sortiment.

Wie hilft das Siegel den Produzenten?

Zertifizierte Betriebe, Kleinbauern, erhalten ein stabiles Einkommen und den Zugang zum europäischen Markt, wo langfristige und möglichst direkte Handelsbeziehungen geschaffen werden. Mitarbeitern wird ein Mindestlohn geboten, sie bekommen Schutzkleidung und sogar bezahlten Urlaub, was in diesen Regionen sonst ein unbekanntes Phänomen ist. Auf diese Weise können Familien ihre Kinder von den Feldern direkt zur Schule schicken und dort das Lern-Material bezahlen. Für den geringen Aufpreis lohnt es sich also auch mal fair zu shoppen, oder nicht?

SH, Foto: TransFair e. V. / Didier Gentilhomme, Video: Lenscleaner 2010

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