Heuschnupfen extrem: Wie der Klimawandel den Pollenflug verstärkt
Haaaaa-tschi! Die Sonne scheint, die Blumen blühen – für viele bedeutet der Frühling leider auch eine laufende Nase und juckende, tränende Augen. Mittlerweile leidet fast jeder vierte Deutsche an einer Pollenallergie. Dabei steigt die Pollenbelastung aufgrund des Klimawandels.
Heuschnupfen extrem: Wie der Klimawandel den Pollenflug verstärkt
Oxford / Hamburg, 24.04.2012: Haaaaa-tschi! Die Sonne scheint, die Blumen blühen – für viele bedeutet der Frühling leider auch eine laufende Nase und juckende, tränende Augen. Mittlerweile leidet fast jeder vierte Deutsche an einer Pollenallergie. Weniger Patienten werden es nicht, eher im Gegenteil. Denn die Pollenbelastung steigt kontinuierlich. Und daran ist auch der Klimawandel schuld.
Mehr CO2, mehr Pollen
Schlechte Nachricht für Pollenallergiker: Mit der globalen Erwärmung (Klimawandel) steigt der CO2-Gehalt in der Luft. Laut einer Studie eines internationalen Forscherteams um Prof.Annette Menzel, Ökoklimatologin der technischen Universität München, beschleunigt genau das das Pflanzenwachstum. Und dadurch wird wiederum die Pollenproduktion beschleunigt, was auch mit den stark angesteigenden und gemessen Pollenmengen der letzten Jahre in Europa belegt werden konnte. Auch das Klima wird milder – dadurch verlängert sich die Pollensaison noch zusätzlich. Besonders in den Städten sind die durchschnittlichen Temperaturen bereits messbar gestiegen. Auch auf dem Land wird es früher oder später wärmer werden.
Dazu kommen neue, „eingewanderte“ Pflanzenarten wie etwa die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia Artemisiifolia). Dieses “Unkraut” aus Nordamerika gilt als einer der stärksten Allergie-Auslöser. Schon bei sechs Pollen pro Kubikmeter Luft kann sie bei allergischen Personen heftige Asthma-Anfälle auslösen. In Australien heißt sie daher „Asthma-plant“. Zum Glück ist sie in Deutschland recht selten – noch.
Allergiker müssen sich also in Zukunft auf stärkeren und längeren Pollenflug einstellen. Und alle anderen bleiben gewarnt – denn je mehr Pollen in der Luft unterwegs sind, desto höher ist auch das Risiko, dass Menschen eine Allergie entwickeln, die bisher noch nicht betroffen waren.
Erste Hilfe bei Heuschnupfen
Wer Heuschnupfen hat oder Betroffene kennt, weiß, wie extrem lästig die „allergische Rhinitis“(so der Fachbegriff) sein kann. Ständig tränen die Augen, die Nase läuft. So macht der Alltag keinen Spaß – Arbeitsleitung und soziale Kontakte leiden darunter. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Produkte, die den Symptomen entgegenwirken. Gegen tränende Augen helfen Augentropfen – auch aus dem Bereich der Naturheilkunde. Verschiedene Firmen wie Weleda und Wala haben sich darauf spezialisiert. Die Produkte sind frei in der grünen (Online-)Apotheke „diesen-Samstag“ erhältlich und kosten um die fünf Euro.
Der Nase helfen Nasensprays speziell für Heuschnupfen. Wer seine Schleimhäute nicht belasten will, greift zu Ölen oder Balsam. Auch hier halten Weleda und Wala einige Produkte bereit, die Preise bewegen sich zwischen fünf und zehn Euro.
Als Allergiker ist es unverzichtbar, sich in den wärmeren Monaten ständig zu informieren, wie es in puncto Pollenflug aussieht. Wer sich im Vorfeld mit den richtigen Helfern ausstattet und sie immer dabei hat, muss sich nicht über den Heuschnupfen ärgern.
Auch Hausmittel lindern die Heuschnupfen-Symptome
Auch Hausmittel können gegen geschwollene Augen und Co. helfen. Nase und Bronchien bekommt man am besten mit einem Dampfbad frei. Dazu einfach kochendes Wasser in eine Schüssel geben und etwa fünf Tropfen Fenchelöl hinzufügen. Zehn Minuten lang durch Nase und Mund einatmen, den Kopf mit einem Handtuch abdecken.
Wer lange Haare hat, sollte sie vor dem Schlafengehen waschen – Pollen können sich in ihnen festsetzen und im Schlaf eingeatmet werden.
Ein Tässchen Tee kann Wunder wirken: Mische je 20g Fahlbaumrinde, Odermenning, Pfefferminze, Schöllkraut und Melisse zusammen und übergieße das Ganze mit heißem Wasser. Die Zutaten gibt’s im Reformhaus oder in der Apotheke.
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