Hundetöten wieder illegal in Rumänien
In der Ukraine langsame Besserung

Dieser süße Streuner wurde von einem VIER PFOTEN Team kastriert und markiert, um seine Tötung zu verhindern.
Am Mittwoch, den 11. Januar 2012 um 11:15 Uhr, hat das rumänische Verfassungsgericht ein Zeichen für den Tierschutz gesetzt. Es lehnte eine Gesetzesänderung ab, die den Massenmord an tausenden heimatloser Hunde erlaubt hätte. Die europaweiten Proteste haben Wirkung gezeigt…
Nach nur drei Tagen Tierheim-Aufenthalt hätten die Tiere euthanisiert werden dürfen, so sah es die Gesetzesänderung Nr. 912 vom 22. November vor. Gleichzeitig wäre die Adoption der Streuner weiter erschwert worden. Tierliebhaber hätten nachweisen müssen, dass sie genügend Geld und Platz haben, sowie die Einverständnis der Nachbarn einholen. Beim Kauf eines Tieres aus dem Zoofachhandel gelten diese Regeln nicht. Verfassungswidrig, urteilten acht von neun Verfassungsrichtern.
Klage eingereicht hatten zwei rumänische Tierschutzorganisationen gemeinsam mit der international tätigen VIER PFOTEN und Politikern verschiedener Parteien. Das Urteil ist ein großer politischer Erfolg, zumal es als sehr unwahrscheinlich gilt, dass Präsident Traian Basescu jetzt noch die Gesetzesänderung unterschreibt. „Mit ihrer Entscheidung haben die Verfassungsrichter tausende Tiere vor einem grausamen Tod bewahrt“, sagt Helmut Dungler, Stiftungspräsident und Gründer von VIER PFOTEN erleichtert. Das Gesetz müsse jetzt geändert werden und dem Parlament erneut zur Abstimmung vorgelegt werden.
Tierfreundliche und nachhaltige Eindämmung
der Streuner-Population
Bereits seit 1995 arbeitet die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN daran, die Hundepopulation in Rumänien sanft einzudämmen. Streunende Hunde werden eingefangen, kastriert, medizinisch untersucht und dann wieder in ihr Revier gebracht. So wurden schon mehr als 150.000 Hunde behandelt und die Zahl der Streuner in den entsprechenden Gebieten deutlich gesenkt.
Auch in der Ukraine sollen Hunde
besser geschützt werden
Auch in der Ukraine haben die zahlreichen Proteste gegen die Hundetötungen im Vorfeld der Fußball-EM 2012 offenbar ihre Wirkung gezeigt. Tierschützer vermelden, dass sich die Situation langsam aber stetig bessere. Es kann zwar keine grundsätzliche Entwarnung gegeben werden, denn landesweit gibt es in der Ukraine weiter Hundetötungen. Das Töten von Straßenhunden hat aber laut Thomas Schröder, Chef des Deutschen Tierschutzbundes, keinen politischen Rückhalt mehr. Zum Beispiel gibt es erfreuliche Entwicklungen in der Hauptstadt. Hier sind tierschutzgerechte Konzepte auch über die Fußball-EM 2012 hinaus geplant. Auch die PETA meldet eine Entspannung, die unbedingt auf den Rest der Ukraine ausgeweitet werden müsse.
Und die Verwaltung der ostukrainischen Stadt Donezk ließ verlauten, ein Projekt zur Sterilisierung der Straßenhunde ins Leben zu rufen, dass auch über die Fusball-EM hinaus weitergeführt werden soll. Zudem soll das örtliche Tierheim von zur Zeit 600 auf mehr als 2000 Plätze erweitert werden. Tierliebhaber aller Welt dürften sich über diese Entwicklungen sehr freuen.
DW/MB, Foto © VIER PFOTEN/Mihai Vasile







