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Jetzt zu Ökostrom wechseln – Lass Dich nicht übers Ohr hauen!

Jetzt zu Ökostrom wechseln

Lass Dich nicht übers Ohr hauen!

WeeYoo-Mitarbeiterin Myriam

WeeYoo-Mitarbeiterin Myriam

Wenn Du Dich beim Wechsel zum Ökostrom nicht wie WeeYoo-Mitarbeiterin Myriam über’s Ohr hauen lassen willst, solltest Du Dich vorher gründlich informieren. ”Hätte ich mich vorher besser über die Kriterien für echten Ökostrom informiert, wäre es dem freundlichen Berater nicht gelungen, mich mit der Aussicht auf 100 Prozent grünen Strom einzulullen. Und mir wäre nicht entgangen, dass mein neuer Anbieter mein Geld nicht nur in Erneuerbare Energien, sondern hauptsächlich in Atomstrom und Kohlekraftwerke investiert”, berichtet Myriam geknickt. Denn einen Ökostrom-Tarif bei einem Anbieter zu wählen, der auch Atom- und Kohlestrom liefert, hat einige Nachteile.

 

Stromsee und die Macht des Verbrauchers

Aller Strom, der produziert wird, fließt in eine Art See

Mehr grüne Energie in den Stromsee speisen

Das Stromnetz in Deutschland kann man sich als Stromsee vorstellen. In diesen See fließen auf der einen Seite die konventionellen Energien wie Atom- und Kohlestrom, und auf der anderen Seite die erneuerbaren Energien wie Wind-, Wasser- und Sonnenenergie sowie Energie aus Biomasse hinein. Im See vermischen sich alle Arten der Stromerzeugung: Der Strom aus herkömmlichen Kraftwerken mit dem Strom aus regenerativen Energien. Der Verbraucher erhält somit am Ende dieser Kette einen Strommix aus seiner Steckdose.

Die Macht des einzelnen Verbrauchers besteht allerdings darin, genau dieses Verhältnis bei der Einspeisung von Energiequellen in den Stromsee durch seine Wahl der Energieversorgung direkt zu beeinflussen. Denn je mehr Verbraucher den Strom aus regenerativen und erneuerbaren Quellen beziehen und somit auch den Bau von neuen Öko-Kraftwerken fördern, desto mehr Ökostrom wird in den See eingespeist. Letztendlich erhält der Verbaucher dadurch immer mehr grüne und saubere Energie aus dem Stromsee und damit direkt in seine Steckdose.

Die echte Energiewende fördern

Um es Dir im Anbieterdschungel ein wenig leichter zu machen, zeigen wir Dir hier wie’s geht und stellen Dir gleich die vertrauenswürdigsten Anbieter vor. Wenn Du mit der Wahl Deines Stromtarifs ein Zeichen für Klimaschutz und Energiewende setzen will, solltest Du einen Anbieter wählen, der ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft. Und:

Ökostrom macht glücklich

Tu es! Für Dich und die Kids dieser Erde

Tu es! Für Dich und die Kids dieser Erde

Wir haben es ja schon immer gewusst – und Stiftung Warentest hat es sogar belegt! Getestet wurden hierzu die Serviceleistungen von Stromanbietern. Dabei wurde das Informationsangebot für Neukunden von vier Ökostromanbietern jeweils mit GUT bewertet. Auch die Tarifbedingungen der Ökostromanbieter wurden als verbraucherfreundlich beurteilt. Stiftung Warentest ist hier unter anderem auf die Kündigungsfristen, Zahlungsmodalitäten, Preisanpassungen in der Vergangenheit und den Serviceumfang eingegangen. Das Ergebnis für alle vier echten Ökostromanbieter: GUT. Beim Anbieterwechsel stehen Dir folgende Unternehmen zur Verfügung: das EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom. Der Test hat auch dokumentiert, dass Ökostromkunden deutlich zufriedener sind. Das wundert uns natürlich gar nicht!

Empfehlenswerte
Ökostrom-Anbieter

Als Ökostrom-Kundin oder -Kunde willst Du, dass Dein Geld nicht mehr zu Atomkonzernen fließt, sondern für den Ausbau erneuerbarer Energien verwendet wird. Wind, Wasser, Sonnenenergie, Erdwärme und nachhaltig gewonnene Biomasse sind die Energiequellen der Zukunft. Sie liefern schon heute ein Fünftel des Stroms in Deutschland. Bei unserer Auswahl der Ökostromanbieter waren folgende Kriterien ausschlaggebend:

Der Stromanbieter ist unabhängig. Es besteht keine eigentumsrechtliche Verflechtung mit einem Stromkonzern der Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt oder mit Strom aus diesen Quellen handelt. Somit wird mit den Gebühren, die Du zahlst, auch nur in „grünen“ Strom investiert.

Es wird ausschließlich “grüner Strom” geliefert. Der gesamte Strommix des Unternehmens muss mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen. Höchstens 50 Prozent dürfen aus Kraft-Wärme-Kopplung mit Erdgas stammen.

Der Strom des Anbieters ist bundesweit verfügbar. Die empfohlenen Anbieter können alle Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland mit Strom beliefern. 

Und auch wenn sich einige kommunale Stromversorger glaubwürdig und wirkungsvoll für die Energiewende engagieren, so gehören doch viele Stadtwerke anteilig zu einem der vier Atomkonzerne und die meisten beziehen Strom von diesen. Hier stellen wir Dir die vier vom TÜV Nord überprüften und zertifizierten Anbieter vor, von denen Du bedenkenlos Deinen „grünen“ Strom beziehen kannst:

Elektrizitätswerke Schönau

Naturverbunden arbeitenDer Eigentümer der Elektrizitätswerke Schönau ist die Genossenschaft “Netzkauf EWS eG”. Nach Tschernobyl beschlossen Schönauer Bürger und engagierte Mitstreiter, für eine nachhaltige Energieversorgung einzutreten. Zehn Jahre und zwei Bürgerentscheide später kauften sie das örtliche Stromnetz von einem Atomkraftwerksbetreiber frei. Seitdem betreiben die bürgereigenen EWS das Ortsnetz ökologisch vorbildlich und versorgen bundesweit Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden mit sauberem Strom. Sie setzen nicht auf maximalen Gewinn, sondern investieren in eine nachhaltige Energieversorgung und fördern Stromeinsparung ebenso wie die erneuerbaren Energien. Schon über 115.000 Stromkunden haben zu den Elektrizitätswerken Schönau gewechselt.

Denn EWS-Kunden fördern erneuerbare Energien gleich doppelt: Die EWS kauft den Strom größtenteils aus Neuanlagen und fördert Rebellenkraftwerke. Durch die ständig steigende Nachfrage nach Strom aus Neuanlagen entsteht ein Anreiz, in solche Anlagen zu investieren. Außerdem ist im Strompreis der so genannte “Schönauer Sonnencent” enthalten, mit dem neue Öko-Kraftwerke der EWS-Kundinnen und -kunden gefördert werden. Auf diese Weise sind bisher schon 1.800 sogenannte Rebellenkraftwerke überall in Deutschland entstanden.

Sie engagieren sich zudem politisch. Ihre aktuelle Kampagne “100 gute Gründe” dient nicht nur der Kundenwerbung, sondern informiert auch über die vielen Probleme und Risiken der Atomkraft.

Außerdem werden gemeinnützige Initiativen oder Projekte in den Bereichen Klimaschutz, Armutsbekämpfung und Friedenssicherung im Rahmen der Aktion Klimaschutz+”Unterstützung für politisches Engagement” gefördert.

LichtBlick

Endlich zu Ökostrom wechseln - WeeYoo stellt Dir die besten Anbieter vorLichtblick wurde 1998 von engagierten Hamburger Unternehmern gegründet. Sie sind der größte unabhängige Ökostromanbieter und können große Projekte bewerkstelligen. Schon über 600.000 Stromkunden haben zu Lichtblick gewechselt.

Der LichtBlick-Strom stammt zum größten Teil aus Ökostromanlagen (Wasserkraft aus Neuanlagen in Österreich und Norwegen), die nicht älter als 6 oder 12 Jahre sind. Damit wird der Bau neuer Öko-Kraftwerke gefördert. Mit dem Wechsel zu LichtBlick setzt Du zudem ein klares politisches Signal. Denn als größter unabhängiger Energieversorger in Deutschland setzt sich LichtBlick konsequent und erfolgreich für den Klimaschutz und die Energiewende ein. Die saubere Stromversorgung wird bei LichtBlick durch Investitionen in den Klimaschutz und die Energiewende komplettiert. Bis heute hat Lichtblick insgesamt über 70 Millionen Euro investiert.

2010 hat Lichtblick begonnen, die ersten von 100.000 gasbetriebenen ZuhauseKraftwerken zu installieren, die in Privathäusern Strom und Wärme liefern und mit dem “SchwarmStrom”-Konzept wetterabhängige Windenergie ausgleichen.

LichtBlick hat zudem die Energiestudie: “2050. Die Zukunft der Energie” initiiiert, unterstützt ein Regenwaldprojekt in Ecuador, ist Mitglied im Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management B.A.U.M. e.V. und bietet Unterstützung für politisches Engagement.

LichtBlick bietet zum Strom für Privatkunden auch umweltfreundliches Biogas an. Im Unterschied zu herkömmlichem Erdgas enthält dieses Gas einen jährlichen garantierten Biogasanteil von mindestens 5 Prozent.

Naturstrom

Ökostrom hilft, die Welt zu rettenDie Naturstrom AG wurde 1998 als erster unabhängiger deutscher Ökostromanbieter von engagierten Privatpersonen aus den großen Umweltverbänden gegründet. Eigentümer sind die eco eco AG (25 %) und über 880 Kleinaktionäre mit einem Anteil von unter 5 Prozent. Die Aktien werden nicht an der Börse gehandelt, sondern können nur auf privater Ebene getauscht werden. Die Naturstrom AG war damit der erste Stromanbieter, der den Stromkunden die Möglichkeit bot, zu 100% Erneuerbare Energien zu wechseln und den Atom- und Kohlekonzernen die rote Karte zu zeigen. Über 200.000 Stromkunden beziehen Ihren Strom heute von Naturstrom.

Das Unternehmen investiert pro verkaufter Kilowattstunde Strom 1,25 Cent in den Ausbau erneuerbarer Energien. Durch die Unterstützung von Naturstrom wurden schon über 170 neue, zusätzliche Erzeugungsanlagen für Strom aus Sonne, Biomasse, Wind und Wasserkraft gebaut. Wenn Du freiwillig mehr für den Ausbau tun willst, kannst Du außerdem Deinen Förderbeitrag von 1,25 Cent auf 2,50 Cent verdoppeln.

Naturstrom bezieht den Großteil des Stroms direkt bei Betreibern von dezentralen Wind- und Wasserkraftwerken in Deutschland. Als Zwischenhändler stellen sie diesen Strom mit garantiertem Umweltnutzen auch regionalen Stromversorgern zur Verfügung. Naturstrom bietet Unterstützung für politisches Engagement, ist Partner des Bundesverbands Solare Mobilität e.V. mit einer eigenen Stromzapfsäule im Stromtankstellensystem „Park & Charge“ und fördert Erneuerbare-Energien-Projekte in Entwicklungsländern, u.a. Bangladesch, Madagaskar, Kuba und Brasilien.

In Bangladesch wurden in Kooperation mit der Andheri-Hilfe über 1.000 Klein-Photovoltaik-Anlagen in Dörfern ohne Stromversorgung installiert. Viele Familien können dort nun auch nach Sonnenuntergang lernen und arbeiten, ohne gesundheitsschädliches und teures Kerosin zu verbrennen.

Greenpeace Energy

Ökostrom macht glücklichGreenpeace Energy ist 1999 aus einer Kampagne der Umweltorganisation Greenpeace e.V. hervorgegangen. Eigentümer sind 20.000 Genossenschaftsmitglieder. Eine Verbindung zur Umweltorganisation Greenpeace e.V. besteht in der Selbstverpflichtung, die Ökostrom-Kriterien von Greenpeace e.V. umzusetzen.

Greenpeace Energy verpflichtet sich, seine über 110.000 Kundinnen und Kunden innerhalb von fünf Jahren mit sauberem Strom aus Neuanlagen zu versorgen. Ziel ist eine Stromversorgung aus eigener Hand und die dauerhafte Veränderung des Energiemarktes. Das Tochterunternehmen Planet energy GmbH baut eigene Öko-Kraftwerke. Zehn Öko-Kraftwerke mit zusammen 39,7 Megawatt Leistung sind in Betrieb. Zwei weitere mit 20,4 Megawatt werden im Jahr 2011 ans Netz angeschlossen. Insgesamt wurden 108 Millionen Euro investiert. Durch den Bau sauberer Kraftwerke haben Kunden die Garantie, direkt in den Klimaschutz zu investieren. Der Strom stammt aus Wasserkraft aus Neuanlagen in Österreich und einem kleinen Anteil Windkraft.

Einige Punkte heben Greenpeace Energy von anderen Unternehmen ab: Aktuell ist das Angebot “proWindgas” gestartet: innovatives Windgas für den Haushalt, das Windenergie speicherbar macht. Außerdem wurde die Studie: “Billiger Strom aus Atom und Kohle? Staatliche Förderungen 1970–2008″ in Auftrag gegeben. Alle zwei Jahre veranstaltet Greenpeace Energy einen Energiekongress. Es wird eine unabhängige Beratung für Mikro-Blockheizkraftwerke für den eigenen Keller angeboten und wer die Energiewende finanziell unterstützen will, kann Mitglied der Genossenschaft werden oder sich am Neubau von Öko-Kraftwerken beteiligen. Des Weiteren besteht eine Beteiligung an Pilotprojekten zur Elektromobilität mit cambio Carsharing und dem Elektrofahrrad-Anbieter Movelo. Vom energiepolitischen Engagement einmal ganz abgesehen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace e.V. hat detaillierte Kriterien für Ökostrom erstellt, die von Greenpeace Energy e.G. eingehalten werden. Dies kontrolliert das unabhängige Prüfinstitut Ecofys. Stromkunden müssen nicht Mitglied werden, sind aber herzlich dazu eingeladen, ein Anteil kostet 55 Euro.

So einfach geht der Stromwechsel

1. Vertrag ausfüllen: Die Verträge der Ökostromanbieter findest Du auf den jeweiligen Unterseiten der Unternehmen. Du kannst entweder ein Online-Formular verwenden oder den Vertrag als PDF ausdrucken und per Post versenden. Um den Vertrag auszufüllen, benötigst Du Deine Stromzählernummer. Diese steht auf dem Gerät und in der Stromrechnung. Dein Vermieter, Hausmeister oder der derzeitige Stromversorger kann Dir notfalls weiterhelfen. Dann musst Du den Vertrag nur noch an Deinen Wunschanbieter abschicken – fertig!

2. Alles Weitere für Dich erledigen lassen: Du erhältst nach kurzer Zeit eine Bestätigung Deines neuen Ökostromanbieters. Er erledigt alles Weitere für Dich und kündigt sogar beim alten Stromversorger. Nervige Diskussionen oder Rechtfertigungsnot sind also ausgeschlossen! Aufgrund der Kündigungsfrist kann der Wechsel allerdings einige Wochen oder sogar Monate dauern. Aber keine Panik: Du wirst in jedem Fall übergangslos mit Strom versorgt. Achtung: Lass Dich nicht austricksen. Manchen Stromversorgern sind sehr hartnäckig, um ihre Kunden zu behalten. Lass Dich bitte nicht beirren, falls Du ein neues Angebot von Deinem alten Versorger bekommst. Im Zweifelsfall hilft Dir Dein neuer Stromversorger garantiert gerne weiter.

Mehr Infos und Unterstützung erhältst Du unter dieser gebührenfreien Ökostrom-Hotline:
0800-762 68 52.

Wer sich lieber einen anderen Ökostromanbieter aussuchen möchte, der ist z.B. mit Tarifvergleichsportalen wie Check24 gut beraten.

MB, Fotos von Fotolia.com: Öko-Mix © Thaut Images, Kinder © toolklickit,  Paar Wiese © ArtmannWitte, Bach © javarman,  Pusteblume © Christian Malsch, Frau mit Tuch © IKO,  grünes Kabel © asrawolf

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  1. Sophie
    22. Januar 2012 um 15:01 Uhr

    Ich finde den Beitrag gut, bis auf den letzten Absatz
    “Wer sich lieber einen anderen Ökostromanbieter aussuchen möchte, der ist z.B. mit Tarifvergleichsportalen wie Check24 gut beraten.”, der in meinen Augen total unangemessen ist. Schließlich vergleichen Portale wie check24 lediglich Tarife, keine Anbieter. Daher werden bei der Suche nach angeblichen “Ökostromtarifen” auch und vor allem Tarife der konventionellen Stromkonzerne und ihrer Tochterunternehmen (eprimo etc.) angezeigt. Als Kundin oder Kunde eines solchen “Ökotarifs” fördert man allerdings nicht den Ausbau der erneuerbaren Energien – sondern sichert den vier großen Stromkonzernen weiterhin ihre Milliardengewinne, indem man für einen “öko” genannten Tarif freiwillig etwas mehr zahlt. Von Umetikettierung von konventionellen Strom in “Ökostrom” durch RECS-Zertifikate und uneindeutigen TÜV-Siegel schreibt Stiftung Warentest im online erschienen Artikel http://www.test.de/themen/umwelt-energie/meldung/Oekostrom-Wechsel-auf-gruen-4215250-4215252/ .

    Euer Hinweis auf konventionelle Stromtarifvergleichsportale widerspricht dem, was ihr weiter oben schreibt, etwa zu den Kriterien, die “echter” Ökostrom erfüllt.
    Wie wäre es, wenn ihr den Ökostromtarifrechner des BUND verlinkt? http://www.bund.net/themen_und_projekte/klima_energie/service/bundstromrechner/

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