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Öko-Jeans im Knackarsch-Test

Öko-Jeans im Knackarsch-Test

Wenn CSR sexy wird…

WeeYoo-Autorin Frederike Bock und ihre Freundin Elisabeth Schramm als grüne Stadtindianer

WeeYoo-Autorin Frederike Bock (links) hat für uns 5 ökorrekte Jeans getestet

Durchschnittlich 19.000 km legt eine Jeans zurück, bevor sie bei uns im Kleiderschrank landet, das hat die Kampagne für saubere Kleidung errechnet. Doch was passiert auf ihrem Weg zur Ladentheke? Es gibt Arbeiter, die sich einem teils tödlichen Risiko aussetzen, nur damit wir unsere Hintern in coolen used-look Jeans verpacken können. Das ist den wenigsten Käufern bewusst, wenn sie mit der neuen Jeans in der Tüte nach Hause gehen.

Gefährliche „Veredlung“

Der lässige abgewetzte Look wird in der Regel mit Hilfe von Chemikalien, Harz und Sandstrahlern hergestellt. Die feinen Sand- und Staubpartikel, die bei dieser Methode freigesetzt werden, gelangen in die Lunge und verkleben diese. Die Folge ist ein langsamer und grausamer Erstickungstod. Die klägliche Schutzkleidung, die dies verhindern soll, ist oft nicht mehr als ein Fetzen Stoff, den sich die Arbeiter vor Mund und Nase halten. Auch Chemikalien werden zur Veredlung von Jeans bei hohen Temperaturen auf die Jeans gesprüht. Von edel kann jedoch nicht die Rede sein, wenn die Arbeiter reihenweise in Ohnmacht fallen, weil die Belüftung in den Produktionsstätten nicht ausreichend ist.

Soziale Verantwortung

Dieses Opfer kann doch keiner verlangen, nicht für die coolste Jeans der Welt. Ist auch gar nicht nötig. Man sucht stattdessen einfach nach Öko-Jeans mit CSR (Corporate Social Responsibility) und fördert so deren Absatzmarkt. Und verhindert dabei auch noch die Ausbeutung afrikanischer und indischer Bauern mittels Gen-Baumwolle, wie es Firmen wie Monsanto handhaben.

Nicht nur grün, sondern knackig

Ich habe mich in Begleitung meiner Freundin Marie an den Selbsttest gewagt und fünf ökorrekte Jeans auf ihr Knackarsch-Potential getestet. Fündig wurden wir bei glore, einem angesagten Szeneladen im Karoviertel von Hamburg, in dem es nur Fair Trade-Klamotten gibt. Dort wurden wir von der sehr sympathischen Ladenbesitzerin Wiebke Hövelmeyer beraten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Die beige Röhrenjeans der französischen Marke L’herbe rouge für 110 Euro machte den Anfang und begeisterte mich vor allem mit gutem Sitz UND Bewegungsfreiheit. Die Hose ist mit dem GOTS-Siegel zertifiziert. Das garantiert mindestens 70 Prozent Naturfasern, giftfreie Farben und nickelfreie Knöpfe. Außerdem prüfen unabhängige Institute die fairen Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken.

 

Das knallige Pflaumenlila der Hose Marke monkee genes im skinny Schnitt hat mich sofort überzeugt. Zusammen mit anderen knalligen Farben ist sie ein echter Hingucker. Für 80 Euro ist sie außerdem auf jeden Fall erschwinglich. Sie wirbt nicht nur mit organic cotton sondern auch mit „No Blood, No Sweat, No Tears“, da macht das Kaufen doch gleich wieder Spaß!

 

Als nächstes testete ich die Lisette von Kuyichi mit Made-by-Siegel. Das gibt Sicherheit, dass mit Respekt vor Mensch und Natur produziert wird. Die Marke, die bekannt ist für organische Jeans und coole Styles brachte mich dazu, mal was anderes auszuprobieren: ein breiter Schlag mit kurzem Bund. Für 150 Euro kann auch diese Jeans dir gehören.

 

Die dunkle Nudie thin finn sorgt auf jeden Fall für Kneipenschlägereien, bei denen es darum geht, neben ihr auf einem Barhocker sitzen zu dürfen. Das Erfolgsrezept kostet 99 Euro und ist ebenfalls mit dem GOTS-Siegel ausgestattet; denn GOTS ist geil!

 

Einen runden Abschluss machte die Amy Jeans, ebenfalls von Kuyichi und ebenfalls mit dem made-by Siegel ausgestattet. Der used-look kommt aber nicht von gefährlichen Sandstrahlern, sondern von der arbeiterfreundlicheren Stone-washed Methode. Für lässige 99,95 Euro kannst du sie dein Eigen nennen.

Fazit: Es gibt mittlerweile jede Menge gut sitzende, moderne Jeans für erschwingliche Preise, die man mit gutem Gewissen kaufen kann, wie im Internet auf www.glore.de. Auf den Knackarsch muss dabei nicht verzichtet werden – im Gegenteil.

FB, Fotos: Frederike und Freundin Elisabeth: Robert Felgentreu/The Green Path, Jeans: Marie

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The Green Path

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  1. 4. November 2011 um 14:54 Uhr

    Ich vermisse die Jeans von SEY
    http://www.sey-fashion.com

    Einmalige Passform in Top-Qualität!

  2. Lara
    4. November 2011 um 11:56 Uhr

    Toller Artikel! Den Laden werde ich bald mal auschecken :D

  3. Rüvi
    4. November 2011 um 09:24 Uhr

    Super! Jetzt weiß ich, wo die nächste Jeans zu holen ist :)
    Die Bilder überzeugen ;)

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