Organic Disco
Tanzen fürs Klima
Am Freitag, den 9. September 2011 findet die Organic Disco zum zweiten Mal in Folge in Darmstadt statt. Die nachhaltige Party soll einen neuen Standard in Sachen Umweltschutz setzen. Im Mittelpunkt steht der Sustainable Dancefloor, eine neuartige Tanzfläche, die durch rhythmische Tanzbewegungen Energie erzeugt. Die Schwingungen veranlassen, dass kleine Federn unter dem Dancefloor die mechanische Energie in elektrische Energie umwandeln und damit LED-Leuchten funkeln lassen. Erinnert alles ein wenig an das Bild vom Fahrradfahrer, der Strom erzeugt. Und selbst das passiert dort! In der Fahrraddisko Morgenwelt Rock wird auf der Bühne Energie durch kräftiges Strampeln auf den zwei dort installierten Fahrrädern erzeugt. Das Radeln liefert den Saft für den Sound des Clubs. Das Ziel der Betreiber ist, den Klimaschutz mit der Clubkultur zu vereinen. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch gefällt das Konzept. Er wird radelnderweise die Veranstaltung veröffentlichen.
Bereits im April 2010 waren 750 Partygäste zusammengekommen und ertanzten gemeinsam knapp 150.000 Joule. Dieses Jahr wurde das Modell weiterentwickelt und soll nun noch effizienter sein. Das Ergebnis vom letztem Jahr soll übertroffen werden.
Grüne Anreise
Wer nachhaltig anreist, hat einige Vorteile. Fahrradfahrer erwartet ein ganz besonderer Service. Es wird extra ein bewachter Parkplatz eingerichtet, auf dem die Reifen der Fahrräder in Abwesenheit der Partygänger aufgepumpt werden. Jeder, der etwas länger anreisen muss, wird herzlich dazu eingeladen, eine Fahrgemeinschaft zu organisieren. Das neue „Social Mobility Network“ Flinc ist das empfohlene Netzwerk, um CO2-sparend von A nach B zu kommen. Dank Flinc kann der nachhaltig Reisende über Internet, Smartphone und Navigationssystem Mitfahrer ausfindig machen und gemeinsam losdüsen. Wer ein Ticket im Vorverkauf erwirbt, kommt sogar kostenlos mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) quer durchs Bundesland zur Party.
Umweltschutz muss nicht beim Feiern aufhören
Die Organic Disco gehört zu den Pionieren des modernen Discolebens. Denn Clubs und Energiesparen passten bisher ungefähr genauso gut zusammen wie Rihanna und Country Musik (die sich ja seit ihrem Auftritt bei den Country Music Awards im April 2011 auch angenähert haben). Umweltschutz taucht also plötzlich da auf, wo man ihn am wenigsten erwartet hätte. Der Sustainable Dancefloor ist ein guter Anfang und könnte sich deutschlandweit durchsetzen. Da hört es aber noch nicht auf! Klima- und Naturschutz ist der rote Faden, der sich durch die Auswahl von Speisen und Getränken, sowie über die eigens aufgestellten Recycling-Möbel erstreckt. Das CO2, das am 9. September unvermeidbar entsteht, wird durch Aufforstungs- und Waldschutzprojekte ausgeglichen. Der Partner dafür ist die Forest Carbon Group. Hauptsponsor der Party ist der Ökostromanbieter ENTEGA, weitere Unterstützung kommt von der Bio-Supermarktkette Alnatura und der Telekom.
Wir haben den Organisator der Organic Disco, Tobias Reitz (24), nach seiner Motivation gefragt. Er erzählt: “Wir wollen zeigen, dass man auch beim Feiern CO2 sparen kann. Die Organic Disco soll dazu animieren, auch Partys in den eigenen vier Wänden umweltfreundlicher zu gestalten – und sich mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen. In Darmstadt haben wir dieses Konzept in Kooperation mit der Centralstation entwickelt. Wir hoffen, die nachhaltige Partyreihe auch in anderen Städten fortsetzen zu können. Deshalb sind wir derzeit auf der Suche nach geeigneten Partnern…”
Wer Interesse hat, nun erst einmal im Herzen Darmstadts zu feiern, kommt am 9. September 2011 ab 21 Uhr zur Centralstation. Tickets kosten 8,00€ im Vorverkauf oder 11,00€ an der Abendkasse.
SH, Foto Tanzboden: © organic disco / quäntchen + glück









