Selbstheilung – Teil 1
Wir wissen, dass wir es können, wir glauben jedoch, wir könnten es nicht. Warum wir auf unseren inneren Heiler angewiesen sind und sogar die Schulmedizin ohne ihn nicht gesund machen kann…
Selbstheilung – Teil 1
Erkennen, was krank macht
Selbstheilung ist nichts mystisches oder magisches. Der Körper tut es im Kleinen fast jeden Tag, sei es bei Kratzern, überanstrengten Muskeln oder kleinen Infekten. Und er kann es auch bei größeren Herausforderungen. Es gibt Krebspatienten, die vom Arzt noch sechs Monate zugesagt bekommen hatten und die nach 20 Jahren immer noch das Leben genießen. Wie ist das möglich?
Die Errungenschaften der modernen Schulmedizin bestimmen unser tägliches Leben. Für unsere kleinen und großen gesundheitlichen Probleme liefern sie scheinbar fast immer eine halbwegs zufriedenstellende Lösung. Plagen uns lästige Kopfschmerzen oder kündigt sich eine leichte Erkältung an, greifen wir prompt in die häusliche Apothekenkiste, um möglichst rasch und einfach für Abhilfe zu sorgen. Genauso wie man es uns in der Werbung vorlebt: zufrieden lächelnde Menschen, die nach der Einnahme nur einer kleinen Pille wieder voll einsatzfähig und bis an die äußersten Grenzen belastbar sind.
Chronisches Ignorieren der eigenen Bedürfnisse
Es spricht nichts dagegen, bei Bedarf mal eine Kopfschmerztablette einzunehmen, wenn keine Möglichkeit für eine kurze Auszeit besteht. Aber es sollte nicht zur Regel werden. Vielmehr sollten wir solche wiederkehrenden Unpässlichkeiten als Warnzeichen unseres Körpers verstehen. Und anstatt diese, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach wegzuschlucken, sollten wir uns fragen woran es liegen kann, dass sich derlei Beschwerden häufen. Im Fall von Kopfschmerzen sind es ganz oft fehlende Rhythmen, die das Problem verursachen, sei es wechselnde Schlaf-Wach-Zeiten, wechselnde Zeiten zu denen gegessen wird oder ein Vernachlässigen des Aktivitäts-Pause-Zyklus (denn nach jeder Anspannung muss eine Entspannung erfolgen). Also zusammengefasst beruhen Kopfschmerzen ganz oft auf einer bestimmten Art und Weise, wie wir unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren.
Wir verlernen immer mehr auf uns selbst zu hören, weil es in unserer Gesellschaft die Tendenz gibt, aus Menschen Hochleistungsmaschinen zu machen. Wenn ein Teil von uns dann mal versagt, geht’s ab in die Werkstatt (also zum Arzt), wo ein paar Handgriffe oder bunte Pillen das Ganze schnellstmöglich wieder ins Lot bringen sollen. Doch auch die moderne Medizin kann uns nicht wirklich gesund machen, solange unser innerer Heiler nicht aktiv wird. Dann schlucken wir womögliche jahrzehntelang eine Mischung von Medikamenten, um die schlimmsten Symptome im Griff zu behalten – und genesen doch nie. Was also tun?
Selbstregulation im lebendigem Organismus
Grundsätzlich ist jeder lebende Organismus – also auch der menschliche Körper – in der Lage, selbst auf bestimmte Veränderungen und Einflüsse von außen zu reagieren. Alle Aufgaben und Funktionen unseres Körpers sind in der Regel aufeinander abgestimmt. Sind wir körperlich und seelisch gesund, herrscht ein inneres Gleichgewicht in unserem Körper.
Unser Gehirn ist in diesem Prozess die Schaltzentrale, die in ständiger Verbindung mit den Organen und Zellen unseres Körpers steht. Tritt ein „Störfall“ ein, leitet es die nötigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der inneren Ordnung ein. Schneiden wir uns beispielsweise in den Finger, wird diese Verletzung in Sekundenbruchteilen von einem bestimmten Areal im Gehirn registriert. Umgehend werden vermehrt weiße Blutkörperchen und gerinnungshemmende Substanzen an den Ort des Geschehens transportiert, um mögliche Keime abzuwehren und die Blutung zu stillen. All diese Vorgänge laufen automatisch, ohne unser Zutun ab. Dieses Prinzip gilt im Kleinen wie im Grossen.
Auch bei schweren Erkrankungen aktiviert unser Körper Mechanismen zur Selbstheilung. In vielen wissenschaftlichen Studien ist nachgewiesen worden, dass die mentale Verfassung der Erkrankten großen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf nimmt. Setzen sich die Betroffenen bewusst und konstruktiv mit ihrer Krankheit auseinander, können sie so Selbstheilungsmechanismen aktivieren. Umgekehrt gilt: Wenn man belastende Lebensumstände oder innere Konflikte nicht auflöst, ist es wahrscheinlicher, dass der Körper im Krankheitszustand verweilt. Die Schamanen auf Hawaii haben eine interessante Erklärung hierfür. Sie glauben, dass unsere Seele versucht, uns mit Hilfe von Krankheiten aus belastenden Situationen fernzuhalten. Besonders augenfällig ist das bei Arbeitnehmern, die unglücklich in ihrem Job sind und deshalb tatsächlich häufiger krank werden als andere. Ihre Krankheit ist nicht simuliert, sie ist real. Und doch ist sie nach schamanischer Auffassung ein Schutz der Seele.
Konstruktive Schritte überlegen
Schritt Eins bei der Aktivierung der Selbstheilungskräfte ist also zu identifizieren, was uns krank macht – und dazu gehört eben auch, was uns seelisch belastet. Dann müssen wir uns überlegen, wie die Situation besser werden könnte und konkrete Schritte visualisieren. Ist z.B. ein Firmenwechsel nicht drin, wäre vielleicht eine Verlagerung der Tätigkeiten oder eventuell der Umzug in ein anderes Büro möglich. Gibt es eine Beziehung in unserem Leben, die uns eigentlich immer nur belastet, statt Freude oder Unterstützung zu bieten? Dann sollte man alles daran setzen, diese zu verbessern oder sich aber wenn notwendig konsequent distanzieren. Allein eine räumliche Trennung von Menschen, die uns sonst permanent auslaugen, können Körper und Seele aufatmen lassen.
Umgekehrt sind Menschen mit einem fröhlichen, stabilen und verlässlichen Netzwerk oft vor beinahe jeder Schnupfenwelle und Schlimmerem gefeit. Gleiches gilt für Menschen, die ihren Job lieben und die Sinn und Freude empfinden bei dem, was sie tun. Auch Hobbys, die wir lieben und die uns erfüllen machen uns stark und bringen uns in die eigene Mitte. Und genau da ist der Ort, an dem innere und äußere Heilung geschieht.
Fortsetzung folgt. Im 2. Teil unserer Selbstheilungsserie wird es um die Psychoneuroimmunologie gehen…
CB/DW, Foto: © Darren Baker – Fotolia.com
Selbstheilung Teil 1
Erkennen, was krank macht
„Wir wissen, dass wir es können wir glauben jedoch, wir könnten es nicht.“
Selbstheilung ist nichts mystisches oder magisches. Der Körper tut es im Kleinen fast jeden Tag, sei es bei Kratzern, überanstrengten Muskeln oder kleinen Infekten. Und er kann es auch bei größeren Herausforderungen. Es gibt Krebspatienten, deren Arzt ihnen noch etwa zwei Jahre zugesagt hatte und die nach 12 Jahren immer noch das Leben genießen. Wie ist das möglich?
Die Errungenschaften der modernen Schulmedizin bestimmen unser tägliches Leben. Für unsere kleinen und großen gesundheitlichen Probleme liefern sie scheinbar fast immer eine halbwegs zufriedenstellende Lösung. Plagen uns lästige Kopfschmerzen oder kündigt sich eine leichte Erkältung an – viel zu oft und zu schnell greifen wir in die häusliche Apothekenkiste, um möglichst rasch und einfach für Abhilfe zu sorgen. Genauso wie man es uns in der Werbung vorlebt: zufrieden lächelnde Menschen, die nach der Einnahme nur einer kleinen Pille wieder voll einsatzfähig und bis an die äußersten Grenzen belastbar sind.
Chronisches Ignorieren der eigenen Bedürfnisse
Es spricht nichts dagegen, bei Bedarf eine Kopfschmerztablette einzunehmen, wenn keine Möglichkeit besteht, sich eine kurze Auszeit zu nehmen. Aber es sollte nicht zur Regel werden.
Vielmehr sollten wir solche wiederkehrenden Unpässlichkeiten als Warnzeichen unseres Körpers verstehen. Und anstatt diese, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach wegzuschlucken, sollten wir uns fragen woran es liegen kann, dass sich derlei Beschwerden häufen. Im Fall von Kopfschmerzen sind es ganz oft fehlende Rhythmen, die das Problem verursachen, sei es wechselnde Schlaf-Wach-Zeiten, wechselnde Zeiten zu denen gegessen wird oder ein Vernachlässigen des Aktivitäts-Pause-Zyklus (denn nach jeder Anspannung muss eine Entspannung erfolgen). Also zusammengefasst beruhen Kopfschmerzen ganz oft auf einer bestimmten Art und Weise, wie wir unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren.
Wir verlernen immer mehr auf uns selbst zu hören, weil es in unserer Gesellschaft die Tendenz gibt, aus Menschen Hochleistungsmaschinen zu machen. Wenn ein Teil von uns dann mal versagt, geht’s ab in die Werkstatt (zum Arzt), wo ein paar Handgriffe oder bunte Pillen das Ganze schnellstmöglich wieder ins Lot bringen sollen. Doch die moderne Medizin kann uns nicht wirklich gesund machen, solange unser innerer Heiler nicht aktiv wird. Dann schlucken wir womögliche jahrzehntelang eine Mischung von Medikamenten, um die schlimmsten Symptome im Griff zu behalten – und genesen doch nie. Was also tun?
Jeder lebende Organismus kann sich selbst neu organisieren
Grundsätzlich ist jeder lebende Organismus – also auch der menschliche Körper – in der Lage, selbst auf bestimmte Veränderungen und Einflüsse von außen zu reagieren. Alle Aufgaben und Funktionen unseres Körpers sind in der Regel aufeinander abgestimmt. Sind wir körperlich und seelisch gesund, herrscht ein inneres Gleichgewicht in unserem Körper.
Unser Gehirn ist in diesem Prozess die Schaltzentrale, die in ständiger Verbindung mit den Organen und Zellen unseres Körpers steht. Tritt ein „Störfall“ ein, leitet es die nötigen Maßnahmen zur Wiederherstellung der inneren Ordnung ein.
Schneiden wir uns beispielsweise in den Finger, wird diese Verletzung in Sekundenbruchteilen von einem bestimmten Areal im Gehirn registriert. Umgehend werden vermehrt weiße Blutkörperchen und gerinnungshemmende Substanzen an den Ort des Geschehens transportiert, um mögliche Keime abzuwehren und die Blutung zu stillen. All diese Vorgänge laufen automatisch, ohne unser Zutun ab.
Dieses Prinzip gilt im Kleinen wie im Grossen.
Auch bei schweren Erkrankungen aktiviert unser Körper Mechanismen zur Selbstheilung. In vielen wissenschaftlichen Studien ist nachgewiesen worden, dass die mentale Verfassung der Erkrankten grossen Einfluss auf den weiteren Krankheitsverlauf nimmt. Setzen sich die Betroffenen bewusst und konstruktiv mit ihrer Krankheit auseinander, können sie so Selbstheilungsmechanismen aktivieren. Umgekehrt gilt: Wenn man belastende Lebensumstände oder innere Konflikte nicht auflöst, ist es wahrscheinlicher, dass der Körper im Krankheitszustand verweilt. Die Schamanen auf Hawaii haben eine interessante Erklärung hierfür. Sie glauben, dass unsere Seele versucht, uns mit Hilfe von Krankheiten aus belastenden Situationen fernzuhalten. Besonders augenfällig ist das bei Arbeitnehmern, die unglücklich in ihrem Job sind und tatsächlich deshalb häufiger krank werden als andere. Ihre Krankheit ist nicht simuliert, sie ist real. Und doch ist sie nach schamanischer Auffassung ein Schutz der Seele.
Schritt Eins bei der Aktivierung der Selbstheilungskräfte ist also zu identifizieren, was uns krank macht – und dazu gehört eben auch, was uns seelisch belastet. Dann müssen wir uns überlegen, wie die Situation besser werden könnte und konkrete Schritte visualisieren. Ist z.B. ein Firmenwechsel nicht drin, wäre vielleicht eine Verlagerung der Tätigkeiten oder evtl. der Umzug in ein anderes Büro möglich? Gibt es eine Beziehung in unserem Leben, die uns eigentlich immer nur belastet, statt Freude oder Unterstützung zu bieten. Dann sollte man alles daran setzen, diese zu verbessern oder sich aber tatsächlich einfach distanzieren. Allein eine räumliche Trennung von Menschen, die uns sonst permanent auslaugen, können Körper und Seele aufatmen lassen.
Umgekehrt sind Menschen mit einem fröhlichen, stabilen und verlässlichen Netzwerk oft vor so gut wie jeder Schnupfenwelle und Schlimmerem gefeit. Gleiches gilt für Menschen, die ihren Job lieben und die Sinn und Freude empfinden bei dem, was sie tun. Auch Hobbys, die wir lieben und uns erfüllen machen uns stark und bringen uns in unsere eigene Mitte. Und genau da ist der Ort, an dem innere und äußere Heilung geschieht.
Fortsetzung folgt. Im zweiten Teil unserer Selbstheilungsserie wird es um die Psychoneuroimmunologie gehen – also die Wechselwirkung zwischen unserer seelischen Verfassung und unserem Gesundheitszustand.
und Schlimmerem gefeit.






